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Pulled Pork in unter 4 Stunden

Pulled Pork in einer schnellen Variante – geht das wirklich oder muss man immer eine Nachtschicht einlegen? Und wenn es geht, hat man Einbußen beim Geschmack oder der Konsistenz? Ich habe es getestet und mich an meinem Pulled Chicken Rezept orientiert.

Genau wie beim Pulled Chicken habe ich einfach mit einem Salzmantel gearbeitet, um jedoch einen Rauchring zu erzeugen habe ich das Fleisch vorher einfach mal eine Stunde geräuchert. Danach ist das Fleisch unter dem Salzmantel verschwunden, danach ist es fast egal mit welcher Temperatur ihr arbeitet, denn unter dem Mantel bleibt alles dicht und der Fleischsaft verschwindet nicht.

Pulled Pork in unter 4 Stunden

Zutaten

  • Schweinenacken (hier 2,4 kg)
  • Salzmantel, hier 2,5kg (pro kg Salz ca. 5 Eiweiß – es sollte nicht zu flüssig sein!)
    Salz und Eiweß zu einer homogenen Masse zusammenrühren.
  • BBQ Rub nach Wahl (kann auch zusätzlich gespritzt werden) – hier war es Cherry Chipotle von Ankerkraut.

Räucherholz eurer Lieblingsmarke nicht vergessen und schon kann es losgehen. Alles für die indirekte Hitze vorbereiten und los geht’s.

Vorgehensweise

Zum Räuchern sollte die Temperatur zwischen 100-120°C bleiben, so dass ihr ein ordentliches Ergebnis erzielt – und hier kann ruhig ordentlich Rauch genommen werden, da das Fleisch danach unter dem Salzmantel verschwindet. Sobald der Nacken dann unter dem Salzmantel verschwunden ist könnt ihr euch bei der Temperatur austoben – zum Testen habe ich hier mit einer Temperatur (GT) zwischen 190-200°C gearbeitet (habe bei meinem Experiment 2:15 Stunden gebraucht).
Unbedingt ein Thermometer verwenden, welches im Fleisch verbleiben kann, denn sobald der Salzmantel fest ist, kommt man da nicht mehr so leicht durch!

Sobald ihr die Zieltemperatur zwischen 92°C erreicht habt, könnt ihr das Fleisch vom Grill/Smoker nehmen und nochmal kurz ruhen lassen bis zur endgültigen Zieltemperatur von 95°C bevor ihr es aus dem Mantel befreit – hier ist, je nach dicke der Schicht, „Hammer und Meißel“ gefragt – also nicht zimperlich sein beim Befreien.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat es dem Fleisch nicht geschadet und es ist zart und saftig geworden. Also eine echte Alternative für alle, die eine Nachtschicht scheuen oder einfach „spontan“ frisches Pulled Pork genießen möchten.
Es ist natürlich auch nicht ganz mit dem klassischen low and slow Pulled Pork zu vergleichen, ich muss aber auch sagen, dass es als „stressfreie, schnelle“ Variante absolut zu empfehlen ist.

Würde mich freuen, wenn ihr mir ein Feedback da lasst und/oder eure Erfahrungen mit der Zubereitungsart zukommen lasst.

Guten Appetit!

P.S.: Danke an Michael Einbecker für den Denkanstoß! 🙂